Die neuen Medien – gerade das Internet – ermöglichen es uns, in jedem Bereich Vergleiche zu ziehen und nach dem günstigsten Angebot Ausschau zu halten, um Kosten zu sparen. Auch im Rechtsdienstleistungsmarkt hat sich dahingehend einiges getan.

Da wo früher noch das Fachwissen des traditionell ausgerichteten Anwalts das entscheidende Kriterium zur Mandatsübertragung war, ist heute zu beobachten, dass potentielle Mandanten Anwaltskanzleien auch im Internet vergleichen und eher dazu geneigt sind diese Kanzleien zu beauftragen, die kostengünstiger sind. Effizienz ist für potentielle Mandanten also zu dem wichtigsten Kriterium geworden, wonach Anwälte bewertet und ausgewählt werden.

Anwälte müssen effizienter werden

Wie bereits festgestellt ist effizientes Arbeiten heutzutage zur Quintessenz des Wirtschaftsmarktes geworden. Viele Mandanten, gerade die Rechtsabteilungen großer Konzerne beurteilen die Arbeit ihrer Anwälte ebenfalls nach deren Effizienz.

Der Jurist wird nun sagen: Anwaltliche Arbeit lässt sich doch auf den ersten Blick gar nicht auf ihre Effizienz hin beurteilen.

Nun, das ist zum Teil sogar wahr. Nehmen wir als Beispiel eine Übersetzung eines Textes durch einen Fachübersetzer. Bei dieser ist in der Regel im Voraus durch die Anzahl der Wörter klar, wie viel Zeit die Übersetzung in Anspruch nehmen wird und dementsprechend, wie hoch die Kosten sein werden.

Bei der Anfertigung eines juristischen Schriftsatzes ist dies nicht ohne Weiteres möglich, da jeder Fall für sich gesehen individuelle Schwierigkeiten bringt und der Schriftsatz möglicherweise noch mehrfach überarbeitet werden muss, bevor er tatsächlich abgesendet wird. Um dieser Schwierigkeit aus Anwaltssicht zu begegnen, werden mit Mandanten häufig Stundensätze vereinbart, die von Fall zu Fall je nach Aufwand und Schwierigkeitsgrad divergieren können.

Doch dies birgt das nächste Problem mit sich: Transparenz. Für den Mandanten als juristischen Laien ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Schriftsatz mit nur zwei Seiten eventuell mehr Zeit beansprucht als ein Schriftsatz mit sieben Seiten. Auch bei genauem Nachweis über die Tätigkeiten des beauftragten Anwalts ist diese Arbeit mangels Fachkunde nicht transparent, was für Unverständnis sorgen kann.

Deshalb ist es nicht unüblich geworden, dass Mandanten Höchstsätze mit ihren Anwälten vereinbaren. Anwälte kommen dann oft zu Problemen, weil sie vorab kaum kalkulieren können, wie viel Zeit notwendig ist, um die juristische Arbeit zu absolvieren. Das ist eigentlich nur anders, wenn z.B. ein vorgefertigter Vertrag zu einem Festpreis verkauft wird, weil dieser schon fertig in der Schublade liegt.

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Automatisierungssoftware zur Optimierung der Effizienz

Nehmen wir an, Sie haben tatsächlich mit Ihren Mandanten einen Höchstsatz vereinbart oder ein Pauschalhonorar. Selbst wenn das heute vielleicht noch nicht der Fall ist – glauben Sie mir, derartige Anfragen wird es immer häufiger in der Zukunft geben.

Sie sind nun also gezwungen, möglichst effizient das vorhandene Budget auszunutzen. Möglich ist dies durch Automatisierungsprozesse, die Ihnen dabei helfen Ihren Arbeitsablauf zu optimieren. Software wie Legalmatic übernimmt Ihren Arbeitsaufwand und ermöglicht es Ihnen Ihre Zeit effizienter zu nutzen, damit Sie effektiv zum gewünschten Ergebnis gelangen. Immer wieder vorkommende Schreiben wie Mandatsbestätigungen, Weiterleitungsschreiben, Fristsetzungen oder Fristverlängerungsanfragen sowie Sachstandsanfragen werden mit wenig Aufwand durch das Programm erstellt, automatisch versandt und abgespeichert, sodass Sie sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren können.

So werden Sie den Ansprüchen Ihrer Mandanten und vor allem deren Budget gerecht. Ihr Arbeitsaufwand verringert sich durch die Automatisierung von Prozessen nicht nur in der Hinsicht, dass sie Budgets einhalten können, sondern dass Ihnen wesentlich mehr Zeit zur Verfügung stehen wird für das Alltagsgeschäft und für neue Mandanten.

Der „digitale Absprung“

Effizienz sollte in Zukunft nicht nur für Ihre Mandanten ein wichtiges Kriterium darstellen, sondern auch für Sie, da effizientes Arbeiten Ihre Erfolgsaussichten auf dem Markt verbessert und Sie nicht zurückfallen lässt.

Die Digitalisierung und Automatisierung ist von entscheidender Bedeutung, da diese neuen Trends den Markt bestimmen. Diesen Trend sollten Sie zum Anlass nehmen, um sich schnellstmöglich mit dem Thema Digitalisierung und Automatisierung auseinanderzusetzen, da sich dieser Trend fortschreitend weiterentwickeln wird.

Je früher Sie einsteigen, desto leichter wird Ihnen die Anpassung an die neuen Gegebenheiten fallen und desto größer sind Ihre Erfolgsaussichten in der Zukunft.

Der „digitale Darwinismus“ ist als Phänomen nicht nur beobachtbar, sondern ernst zu nehmen, da in Zukunft nicht mehr die Anwaltskanzlei Erfolg haben wird, die über eine gewisse wirtschaftliche Größe oder Fachkenntnisse verfügt, sondern die, die sich an die neuen digitalen Umstände am besten und schnellsten anpassen kann. „Survival of the fittest“ wird somit zu „Survival of the most digitized”. Die Kanzlei der Zukunft wird somit durch Automatisierung und digitalem Fortschritt hervorstechen.